Hospizkreis Altenberge e.V.

Die Hospizidee in der Entwicklung


Begriff

Ein Hospital oder Hospitium war im Mittelalter

  • eine Herberge für Pilger, in der auch gestorben wurde,
  • ein Armenhaus,
  • ein Asyl für Fremde,
  • eine Herberge für Kranke.

Diese wandelte sich zum heutigen Krankenhaus.
Der ursprüngliche Gedanke der „Beherbergung“ wurde im 19.Jahrhundert wieder aufgegriffen und auf die Pflege Sterbender angewandt.


Die moderne Hospizbewegung im europäischen Raum geht auf Cicely Saunders zurück. Sie gründete 1967 das erste stationäre Hospiz. In Amerika setzte sich Elisabeth Kübler-Ross für die Begleitung der Sterbenden ein und gründete dort 1974 ein Hospiz. In Deutschland entstand eines 1986 in Aachen. Mittlerweile gibt es inzwischen mindestens 234 stationäre Hospize, Tageshospize und über 300 Palliativstationen in Krankenhäusern sowie über 1500 ambulante Hospizdienste.


Entwicklung

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts starben 80 % der Menschen zu Hause. Sie wurden von ihren Angehörigen gepflegt. Die meisten Frauen waren nicht berufstätig und versorgten die Kinder und auch die alten und sterbenden Menschen.
In dieser Zeit wurden in unserer Region viele Krankenhäuser in der Tradition der Hospize mit der Bezeichnung Hospital gegründet. So auch das Johanneshospital in Altenberge.

Doch die Familienstrukturen änderten sich und mit ihnen das soziale Netz. Krankenhäuser wurden nun zur Hilfe für Familien, die ihre Kranken nicht zuhause pflegen konnten. Der Hausarzt, der sie gut kannte, übernahm als Belegarzt die medizinische Versorgung. Angehörige, Nachbarn und Freunde konnten die Kranken in ihrer Nähe besuchen.


Das änderte sich, als viele der kleinen Häuser, die sicherlich gute Hospizarbeit geleistet haben, geschlossen wurden.
Es entstanden ambulante Pflegedienste, die die Familien bei der Pflege unterstützen. Doch es fehlten Menschen, die bereit waren, diese Angehörige, meist berufstätig, im Alltag zu entlasten, damit eine Versorgung zuhause möglich war.


So auch in Altenberge. Auf Initiative des Caritas-Ausschusses beschäftigten sich Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen mit der Frage. Ein erster Hospizhelferkurs wurde durchgeführt. 5 Jahre sammelte der Arbeitskreis Hospizarbeit Erfahrungen, bis er sich als eigenständiger Verein eintragen ließ.

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